Die Hauptinstrumente in unserem Orchester:

Mandoline,    Mandola,    Mandoloncello,    Gitarre,    Bass

 

Mandoline

Die Mandoline kommt aus einer Instrumentenfamilie, die zwar wenig verbreitet ist, aber eine große Tradition und eine Vielzahl unterschiedlicher Typen hat. Sie ist ein Saiteninstrument und entwickelte sich im Laufe der Jahre aus der Laute. Der Unterschied zu der Laute besteht darin, dass die Saiten einer Mandoline mit einem Plektron (Kunststoffplättchen) angeschlagen oder tremoliert werden, die einer Laute mit den Fingern. Bei uns hat sich die Bauart der neapolitanischen Mandoline durchgesetzt. Sie hat vier Saitenpaare (Chöre) aus Stahl. Die vier Doppelsaiten der Mandoline haben die Quintenstimmung g – d’ – a’ – e’’. Die Notation erfolgt in der Klanghöhe im Violinschlüssel. Der Tonumfang endet in der Höhe etwa bei a’’’.

Mandoline  

Mandola

Die heutige Mandola ist vom Umfang her größer als die Mandoline. Sie hat auch vier Saitenpaare aus Stahl. Die vier Doppelsaiten sind eine Oktave tiefer gestimmt als die der Mandoline G – d – a – e’. Die Notation der Mandola erfolgt eine Oktave höher als ihr Klang.

Mandola   

Mandoloncello

Das Mandoloncello entspricht dem Violoncello, ist also das Instrument
in der Basslage. Stimmung C – G – d – a .Es wird meist im Bassschlüssel
notiert. Aber in den meisten deutschen Notenausgaben findet man auch den nach unten oktavierenden Violinschlüssel. In den ersten Mandolinenquartetten wurde es als Bassinstrument verwendet, jedoch schnell durch die Gitarre ersetzt.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehörte es zum Standardinstrumentarium der Zupforchester, obwohl sein Tonumfang mehr oder weniger dem der Gitarre entspricht. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verschwand es nach und nach aus den deutschen
Zupforchestern. In Italien und Frankreich ist das Instrument nach wie vor gebräuchlich. Das Geseker Mandolinen-Orchester ist in der
glücklichen Lage nicht nur ein Mandoloncello zu besitzen, sondern auch einen qualifizierten Spieler in ihren Reihen zu haben. Dieses Instrument unterstützt in hervorragender Weise sowohl die Mandola wie auch die Gitarre.

Mandoloncello

Gitarre

(griech. kithara, franz. Guitare, ital. Chitarra, span. Guitara)

Die Gitarre stammt aus der Familie der Lauten, wie auch die Mandoline und zählt damit zu den ältesten Saiteninstrumenten. Sie wurde durch die Mauren aus dem Morgenland nach Spanien gebracht, das noch heute als „Land der Gitarre" bezeichnet wird. Von der Urform der Laute hat sich die Gitarre schon frühzeitig abgezweigt, und beide Instrumente haben dann einen gesonderten Entwicklungsgang durchgemacht. Heute sind sie sich wieder so nahe gekommen, das man praktisch von einem Instrument reden kann. Der Unterschied zwischen Laute und Gitarre besteht nur in der äußeren Form. Das Wesentlichste, nämlich die Besaitung und die Spielweise, ist bei beiden Instrumenten völlig gleich.

Laute

Der gute Spieler bevorzugt die Gitarrenform. Nur sie verfügt über den für die klassische und moderne Sololiteratur der Höhe nach zu dem erforderlichen Tonumfang. Außerdem ist bei ihr eine bequemere Haltung möglich. Wie bei allen unserern Zupfinstrumenten hat auch die Gitarre auf dem Griffbrett Bunde, die durch Bundstäbchen voneinander getrennt sind. Die sechs Nylonsaiten der Gitarre sind in Quarten mit einer Terz in der Mitte gestimmt. Für die Gitarre wurde eine eigene Tabulatur erfunden. Um neuerdings mit dem Violinschlüssel auszukommen, wird die Gitarre eine Oktave höher notiert, als sie klingt. Die Stimmung der Saiten erfolg in E –A – d – g – h – e’.

Gitarre

Bass

In den Zupforchestern ist auch ein Bassinstrument vorhanden. Die meisten Orchester besitzen einen Kontrabass. Aber auch den Balalaikabass findet man im Mandolinen- und Gitarrenorchester. Vereinzelt wird auch ein E-Bass eingesetzt. In früheren Zeiten bestand die Notenliteratur für Mandolinenorchester aus 1. und 2. Mandolinenstimme, Mandola- und Gitarrestimme. Es reichten also die Basssaiten der Gitarre. Heute sind eigene Bassstimmen vorhanden und deshalb ist es schon erforderlich einen Bass zu besitzen

                                                                                 

                                                                  Kontrabass                        E-Bass

                                                                                                                                                                                           

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